Systemrelevant? Feministische Perspektiven“

Münchner Frauenkalender

War der Begriff „Systemrelevanz“ in der Finanzkrise 2008/09 noch ein Argument zur Bankenrettung, hat er in der Coronakrise eine Ausweitung in eine ganz andere Richtung erfahren. Gerade für die von der Krise am stärksten Betroffenen heißt „Systemrelevanz" etwas ganz anderes als die Aufrechterhaltung von „shareholder value" oder Wachstumsquoten, die zudem durch die ökologische Krise stark an Legitimität eingebüßt haben..

Das Netzwerk Genderforschung und Gleichstellungspraxis Bayern (NeGG) und die Evangelische Akademie Tutzing laden sehr herzlich zur Tagung „Systemrelevant? Feministische Perspektiven“ vom 11. bis 13. Juni 2021 ein. Angesichts der aktuellen Pandemielage haben wir uns nun für ein Online-Format mit einem etwas gestrafften Programm entschieden. Details entnehmen Sie bitte der Website.

War der Begriff „Systemrelevanz“ in der Finanzkrise 2008/09 noch ein Argument zur Bankenrettung, hat er in der Coronakrise eine Ausweitung in eine ganz andere Richtung erfahren. Gerade für die von der Krise am stärksten Betroffenen heißt „Systemrelevanz" etwas ganz anderes als die Aufrechterhaltung von „shareholder value" oder Wachstumsquoten, die zudem durch die ökologische Krise stark an Legitimität eingebüßt haben. Viele erleben als „systemrelevant" vielmehr die personelle und materielle Unterstützung durch Pflege- und Betreuungseinrichtungen, medizinische Versorgung, bürgerschaftliche und private Netzwerke sowie staatliche bzw. kommunale Angebote unterschiedlichster Art, die ihnen helfen, die Krise zu meistern.

Während die lokalen und globalen Frauenbewegungen schon seit vielen Jahrzehnten um Anerkennung für Care-Arbeit kämpfen, etwa wenn sie die schlechte Bezahlung und die belastenden Arbeitsbedingungen in den von Frauen dominierten Sozial- und Pflegeberufen kritisieren, hat die Pandemie das Thema in die Mitte der Gesellschaft getragen. Gleichzeitig wurden rassistische Strukturen in der Gesellschaft stärker problematisiert, auch dank der internationalen Black-Lives-Matter-Bewegung. Nicht zuletzt hat uns die Pandemie erneut gezeigt, dass zerstörerische Eingriffe in die Ökologie allen schaden. Kann sich die feministische, intersektionale Kritik in dieser Situation Gehör verschaffen?

Wir haben spannende Referent*innen, Panelist*innen und Künstler*innen eingeladen und freuen uns auf den gemeinsamen Austausch!

Hier geht es zur Anmeldung.
Geben Sie diesen Hinweis gerne auch an Interessierte weiter. Vielen Dank!

 

Dr. Birgit Erbe

Geschäftsführerin

FAM - Frauenakademie München e.V.