Spendenaufruf des Vereins Afghanische Frauen in München e.V. – Stand und Verwendung der eingegangenen Spenden

Aus den Verbänden

Der Verein bedankt sich sehr herzlich bei den zahlreichen Spenderinnen und Unterstützerinnen der Frauen in Afghanistan.

Lieber Spender, liebe Spenderinnen,

der Verein „Afghanische Frauen in München e.V.“ bedankt sich sehr herzlich – auch in Namen der Familien in Afghanistan – für Ihre großzügigen Spenden. Vor Ort konnten wir sehr vielen Familien in der Not helfen (siehe einige beigefügten Fotos). Oft wurde das Geld sofort zum Einkaufen von Brot verwendet. Die Menschen in Afghanistan sind sehr beschämt, wenn sie Hilfe annehmen müssen – viel lieber würden sie mit eigenen Händen für ihre Familien sorgen. Eine Excel-Datei mit einer Aufstellung der eingegangenen Spenden und deren Verwendung hängen wir diesem Schreiben an. So bekommen Sie einen Überblick, wie die Gelder vor Ort in Afghanistan verteilt wurden. Insgesamt gingen bis heute € 10.520, - ein.

Verteilt wurde das Geld in folgenden Städten: Kabul, Herat, Masare-e Scharif, Kandahar und Panjshir. Bis jetzt gingen insgesamt € 7.145,08 an 104 Personen.

Die afghanische Frauengruppe Noor (85 Frauen) hat ihren Anteil nicht selbst für sich in Anspruch genommen, sondern an bedürftige Familien weitergegeben und einen Brunnen im Dorf gebaut, der sehr vielen Familien sauberes Wasser garantiert. Die Frauengruppe Noor wurde vor sieben Jahren in Herat gegründet. Diese Frauen haben ein Geschäftsmodel entwickelt, in dem sie bestellte Kleidung nähen und besticken. Die fertigen Kleidungsstücke wurden in Afghanistan verkauft und sie konnten damit ihre Familie ernähren.

Jetzt, nach der Besetzung der Taliban, sind diese Frauen arbeitslos, da niemand mehr das Geld hat, diese wunderschönen Kleidungsstücke zu kaufen. Unser Verein hat daraufhin ein Projekt entwickelt, um diesen Frauen zu helfen und gleichzeitig ihre Eigenständigkeit zu fördern und ihnen wieder Mut zu machen. Für das neue Projekt werden Kleidungsstücke in Auftrag gegeben und die Arbeiten anschließend bezahlt. Ein Pilotprojekt wurde bereits in München gestartet, um auch zu sehen, inwieweit diese Arbeiten trotz der momentanen widrigen Umstände realisiert werden können. Sollte dieses Pilotprojekt gelingen, werden wir es in einem größeren Stil umsetzen und weitere Kleidungsstücke in Auftrag geben. So helfen wir den Frauen in Afghanistan direkt und bringen Ihnen etwas Selbstbewusstsein und eine bessere Zukunft zurück. Für den Verein ist dieses Projekt eine neue Erfahrung, da er in den letzten 20 Jahren nur innerhalb Münchens unterwegs war und vielen geflüchteten Frauen in ihrem Integrationsprozess unterstützen konnte