DEF - Corona die Fünfzehnte - Der Siebte Sinn

Aktivitäten der Frauenverbände in der Korona-Krise

Erinnern Sie sich noch an diese Fernsehspots, einmal im Monat, gleich nach der Tagesschau, „der siebte Sinn“ Verkehrserziehung für Erwachsene, vor allem für Autofahrer/Innen..

In kurzen Szenen wurden alltägliche Verkehrssituationen humorvoll, aber nie besserwisserisch, dargestellt und Tipps und Tricks aufgezeigt, um brenzlige Situationen zu entschärfen. Es wurde sozusagen der siebte Sinn, der Gefahren antizipatorisch erkennt, geschult. Der langjährige Autofahrer weiß, dass er mit den Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer rechnen muss. Vorausschauend, aber die Rückspiegel im Auge behaltend, lassen sich manche Gefahrensituationen vermeiden. Der Blick, den die Macher dieser Spots auf Frauen als Autofahrerinnen hatten, war nicht immer freundlich. Frauen am Steuer, für viele Männer, noch heute, ein Alptraum. Ein Vorurteil, obwohl Frauen, weniger Unfälle bauen und heute auch nicht mehr so ungeübt sind, wie damals 1966 als die erste Sendung startete.

Aber nicht nur im Straßenverkehr sollte man/frau alle Sinne beisammen haben. Wobei es gar nicht so sicher ist, wieviel Sinne der Mensch hat. Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken und Riechen, das sind so die gängigen 5 Sinne. Aber wie ist es mit dem Gleichgewichtssinn, dem Schmerzsinn und eben dem Sinn für das Antizipatorische. Dann sind wir schon bei acht Sinnen. Und eine Rangfolge der Sinne ist auch nicht gegeben. Alle unsere Sinne funktionieren im Zusammenspiel. Die Schaltzentrale, wenn man so will, ist das Gehirn. Hier laufen die Fäden, nein, die Nervenstränge zusammen und sagen uns, was wir sehen, hören, riechen, schmecken oder fühlen. Wer sieht und hört, kann sich nicht vorstellen ein Leben ohne diese Fähigkeiten zu führen. Im Alter lässt oft sowohl das Seh- als auch das Hörvermögen nach. Aber hier gibt es Hilfsmittel, wie Brille und Hörgerät, die diese nachlassenden Kräfte, wenigstens zum Teil wieder ausgleichen, damit man/frau am Gesellschaftsleben weiterhin teilnehmen kann. Aber was ist, wenn der Geruchssinn, und damit einhergehend auch oft der Geschmackssinn verlorengeht? Eine Köchin, die das Essen nicht mehr abschmecken kann, ein Parfümhersteller, der keine Düfte mehr erkennt? Aber auch für uns ganz normale Menschen kann es sehr schwer sein, ohne diese Sinne zu leben, das Essen nach nichts schmeckt, keine Blume mehr duftet, keine Jauchegrube mehr stinkt.

Ich finde es interessant, dass es für das Riechen ganz unterschiedliche Benennungen gibt. Das Wort „Riechen“ ist ganz neutral. Da bewerten wir den Geruch nicht, ob er angenehm ist oder wir die Nase rümpfen. Wenn etwas gut riecht, dann sagen wir es „duftet“, bei unangenehmen Gerüchen stinkt es uns. Allerdings ist das Geruchsempfinden sehr unterschiedlich, für den einen duften die Blumen, der andere gerät ins Schwärmen, wenn er den Geruch von Knoblauch in die Nase bekommt, denn das verbindet er mit einem köstlichen Essen. Und der Geruchssinn hat auch das längste Gedächtnis. Gerüche aus der Kindheit, seien sie gut oder schlecht, erinnern wir noch bis ins hohe Alter. Der Geruch der Schule, der Turnhalle, oder auch den Geruch einer Wohnung. Das sind spezifische Eindrücke, die unser Gehirn auf seiner Festplatte speichert.

Den Sommer mit allen Sinnen genießen, darauf freuen wir uns, gerade an den Tagen, an denen alles grau, neblig und verschwommen ist.

Wir sehen das frische Grün, wir hören die Vögel, wir fühlen die Sonne auf unserer Haut, aber bitte gut eingecremt, und wir riechen, Allergiker bitte schnell weiterlesen, das gemähte Gras und schmecken die Erdbeeren auf der Zunge.

Da fehlt aber noch der sechste Sinn, der uns im täglichen Leben gar nicht bewusst ist. Wir wohnen in Aschaffenburg, und manchmal machen wir Ausflüge in unser Umland, denn Reisen bildet bekanntlich. Da überschreiten wir schnell die Landesgrenze nach Hessen, wo uns eine Aktion der hessen- nassauischen Kirche aufgefallen ist. Große Fahnen wehen an den Kirchen und weisen auf den 6. Sinn hin. Wenn Sie den 6. Sinn googeln, dann können sie lesen, dass dies der Sinn für die Körperwahrnehmung ist. Der Sinn für die Aktivierung der Selbstheilungskräfte, aber auch der Sinn für das „Bauchgefühl“. Unser Gespür, das auf unsere Umgebung reagiert. Der 6. Sinn, unser Sinn für das Bewusstwerden unseres Selbst, unserer Kräfte, unserer Spiritualität. Diesen sechsten Sinn will die hessen-nassauische Kirche wieder in uns wecken und Glaubensimpulse für unser Leben geben. „Denn keinem von uns ist Gott fern“. Sie gibt uns dafür auch eine Kontaktadresse: www.Gottkontakt.de. Passend zum 6. Sinn, sind es 6 Impulse, die die Kirche dazu setzt: Herzgedanke und Kraftwort; Sorgen und Freude und Zweifel und Glaube; Ruhepunkt und Weltverknüpfung. Anregungen dazu finden sich unter der obigen Adresse.

Wir können direkt mit Gott in Kontakt treten, eine Beziehung zu ihm aufnehmen. Das Internet ist dazu nicht notwendig.  Eine Übung, die in allen Religionen verbreitet ist, das Gebet. Im Gebet können wir Gott anrufen, ihn bitten, ihm danken, ihn anflehen, aber auch unseren Ärger und unser Unverständnis über die Welt vor ihn bringen. Wir können das mit unseren eigenen Worten tun, aber häufig fehlen uns die Worte, und dann will uns diese Aktion der Kirche helfen und uns an das „Vater unser“ erinnern, dass alle Bitten und alles Danken beinhaltet. In der Corona Quarantäne konnten wir in unser stilles Kämmerlein gehen, wie Jesus geraten hat, und alles Belastende vor Gott bringen und ihm für alles Gute, das wir erfahren haben, danken.  Mit den Erfahrungen, die wir machen, können wir dann der Band BAP antworten, die in einem Song fragt „Lohnt sich das Beten überhaupt?“

Ich hoffe und wünsche Ihnen, dass Sie Ihre Antwort auf Ihre Fragen finden.

Genießen Sie das Leben mit allen Sinnen und bleiben Sie gesund.

Inge Gehlert,
Landesvorsitzende

Deutscher Evangelischer Frauenbund
Landesverband Bayern e.V.

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