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31.01.2016

KDFB e.V. - Bundesverband

Kategorie: Aus den Verbänden

Pressemitteilung des Bundesverbandes des KDFB e.V. Nein zu sexueller Gewalt gegen Frauen



PRESSEMITTEILUNG

NEIN zu sexueller Gewalt gegen Frauen

KDFB fordert konsequente Maßnahmen

 

Köln, 12.1.2016 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) nimmt die Ereignisse der Silvesternacht in Köln zum Anlass, die vielfachen Formen sexualisierter Gewalt gegen Frauen, wo, wann und von wem auch immer sie stattfinden, auf das Schärfste zu verurteilen. „Sexuelle Belästigung ist abscheulich und inakzeptabel. Sie tritt die Menschenwürde mit Füßen und ist in keiner Weise zu entschuldigen oder gar zu tolerieren“, erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth angesichts der aktuellen Diskussionen zu den Silvester-Ereignissen in Köln und in anderen Großstädten.

 

Ausdrücklich lehnt der KDFB jede Art von (sexualisierter) Gewalt gegen Frauen ab, von wem auch immer sie ausgeführt wird. Ein solches Verhalten ist gesellschaftlich zu ächten und strafrechtlich zu verfolgen. „Unabhängig von Nationalität, sozialer Schicht und Geschlecht fordern wir die Bestrafung von frauenfeindlichem und frauenverachtendem Verhalten. Gegenseitiger Respekt und Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Bereichen gesellschaftlichen Zusammenlebens bilden die Grundlage für Freiheit und Toleranz in unserem Land und sind daher von allen in Deutschland lebenden Menschen zu akzeptieren“, stellt KDFB-Präsidentin Flachsbarth fest. Der Schutz und die Achtung von Frauen und Mädchen ist ein Lackmustest für die Durchsetzung unserer freiheitlichen Rechtsordnung – so die Auffassung des KDFB.

 

Gleichzeitig warnt der KDFB davor, die Silvester-Ereignisse politisch zu instrumentalisieren und Geflüchtete oder Migranten pauschal vorzuverurteilen, auch wenn nach bisherigen Erkenntnissen hauptsächlich Männer aus Nordafrika und Arabien zum Täterkreis gehören. „Es ist nicht gerechtfertigt, in dem Zusammenhang Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen und gegen sie zu hetzen. Viel wichtiger ist, die beteiligten Männer zu identifizieren und die Polizei bei der Aufklärung zu unterstützen. Diejenigen, die Frauen Gewalt antun, müssen mit rechtlichen Konsequenzen bis hin zur Abschiebung belangt werden“, so Flachsbarth.

 

Mit Blick auf die Integration von Flüchtlingen hält es der Frauenbund für unerlässlich, in Integrationskursen intensiv über die gleichberechtigte Stellung von Frauen in Deutschland zu sprechen. Dies gelte besonders für Männer, in deren bisherigem Kulturkreis Frauen eine untergeordnete Rolle einnehmen, so KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth.

 

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 200.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

 

 

Ute Hücker

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

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